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Olivenöl und Olivenölbaum Geschichte

Produkte die aus dem Ölbaum hervorgehen wurden schon 4000 Jahre vor Chr. auf verschiedenste Art und Weise verwendet um den Alltag, der am Mittelmeer ansässigen Menschen, zu erleichtern. Olivenöl und Tafeloliven dienten täglich als Lebensmittel. Das Öl des Olivenbaumes wurde verwendet um Marmorfußböden zu pflegen, Nahrungsmittel zu konservieren, Waffen und Leder zu fetten oder um als Lampenöl für Helligkeit zu sorgen.

Desweiteren wurden die Blätter des Ölbaumes als heilendes Mittel und die Harze als Weihrauch verwendet, natives Olivenöl waren Grab- und Opferbeigabe.

Der Olivenölbaum und seine Geschichte

Der Ursprung der heute bekannten Nutzpflanze wurde im östlichen Mittelmeerraum ausgemacht. Diese Urform , auch wilder Olivenölbaum genannt, kann durch Funde von fossilen Blättern in Italien 6 Millionen Jahre zurück datiert werden.

Man geht im Allgemeinen davon aus, dass der heute bekannte und kultivierte Olivenölbaum von der Pflanze Olea chrysophylla abstammt. Durch lange Jahre der Kreuzung wurde in Kleinasien der uns bekannte Olivenbaum kultiviert. Die Verbreitung in Europa folgte dann über die Nordseite des Mittelmeers (über die Türkei bzw. Kreta und Griechenland nach Italien und den Balkan und von dort nach Frankreich, Deutschland und Spanien), sowie über das südliche Mittelmeer (über Lybien nach Tunesien, nach Algerien und dann über Marokko und die Strasse von Gibraltar nach Spanien und den Rest Europas).  

Der Olivenbaum im alten Ägypten

Man kann davon ausgehen das seit 1000 vor Christus der Olivenbaum und seine Produkte professionell kultiviert und in großen künstlichen Olivenbaumhainen angelegt wurden. Bis Dato wurden die Oliven und das Olivenöl, da unverzichtbar und in großen Mengen benötigt, vom heutigen Libanon (früher Phönizien) über den nördlichen Weg Syrien bzw. Zypern --> die Türkei --> Kreta oder den südlichen Weg über Palästina nach Ägypten verfrachtet. Die Göttin Isis, welche die Gattin von Anubis war, galt in der ägyptischen Mythologie als „Göttin der Liebe”, als „Meergöttin”, „Gottesmutter”, „Sonnenmutter”, „Königin des westlichen Himmels”, als „Zauberin” und nicht zuletzt als Beschützerin des Olivenhains. Das Olivenöl fand sogar Anwendung bei der Balsamierung von Mumien. Man fand bei 3000 Jahre alten Mumien, die mit Olivenhainen und Olivenöl einbalsamiert worden waren. Gerne wurden eingelegte Oliven als Grabbeilage gedacht als Nahrung nach dem Tod verwendet.

Der Olivenbaum und das Olivenöl in Spanien

Ungefähr 145 v. Chr. nach dem Dritten Punischen Krieg, in dem sich Rom und Karthago zum letzten male bekriegten wurde die große Artenvielfallt der Olivenbäume, das große Wissen um Ihre Kultivierung und die Verwertungstechniken (das Pressen von Olivenöl) der Nordafrikanischen Völker von Algerien, Tunesien und Libyen über Marokko nach Spanien gebracht. Von dort wanderte dieses Wissen über die gesamte Halbinsel. Noch sehr viel später erinnert an diesen arbabischen Einfluss die spanischen Wörter für Öl (aceite), Olive (aceituna) und Olivenbaum (acebuche).

Der Olivenbaum und das Olivenöl in Italien

Nach dem 3. Punischen Krieg endeckten die Römer eben die oben angesprochenen Länder Algerien, Tunesien und Libyen, vor allem über Tunesien wurden die Kultivierungs- und Olivenölgewinnungstechniken sowie die Artenvielfallt über Sizilien und Sardinien nach Italien weitergeleitet. Jedoch begannen die Römer auch gleichzeitig in Tunesien und den Umliegerstaaten (später sogar um das gesamte Mittelmeer) neue Olivenhaine anzulegen und zu bewirtschaften und das Öl nach Italien zu importieren. Selbst Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. stellten Tunesier mehr und qualitativ hochwertigeres Olivenöl her als die Produzenten auf dem italienischen Festland. Bis heute stellt Tunesien hervorragendes Olivenöl her.

Gesellschaftliche Bedeutung in Italien

Bei den alten Griechen nannte man Oliven zwar schon "flüssiges Gold" jedoch war hier die Bedeutung eher darin zu verstehen, dass man dieses auf mannigfaltige Art und Weise nutzen konnte, nicht wegen seines wirtschaftlichen Wertes. Im alten Rom veränderte sich dieser Spitznamen hin zu einer Bedeutung mit ökonomischem Hintergrund, denn der Ölhandel war neben Gold und Gewürzhandel der erste Wirtschaftszweig der römischen Zivilisation. Für Olivenöl existierte sogar eine eigene Ölbörse und der Testaccia-Hügel in der antiken Hafenstadt Ostia (nahe Rom) besteht nur aus Scherben von ~50 Millionen zerborstenen Öl-Amphoren. In Pompeji fand man versteinerte, eingelegte Oliven, das ist keine Seltenheit, denn auch früher im alten Rom aßen die Menschen Oliven oder Olivenöl als Antipasti. Damals war es jedoch üblich, dass grüne, frische Oliven den gesellschaftlich höher gestellten vorbehalten war. Schwarze Oliven wurden im gemeinen Volk und die minderwertigen Olivenprodukte wurde an Sklaven vergeben. Olivenzweige waren ein Zeichen von Erfolg und wurde an siegreiche Gladiatoren oder Feldherren vergeben.

Der Olivenbaum und das Olivenöl in Griechenland

Schon die Tatsache, das bis heute, das Feuer für den Fackellauf der Olympischen Spiele an der historischen Stätte Olympia mit Olivenöl entzündet wird beweist die Wichtigkeit dieses Produktes für die Griechen der Antike. Die Sieger der Olympischen Spiele der Antike erhielten einen Kranz aus Olivenzweigen und einen Behälter mit reinstem nativen Tropföl. Athleten trugen vor den Wettkämpfen eine dicke Schicht Olivenöl auf Ihre Haut auf und ernährten sich vor den Wettkämpfen mit einer speziellen Olivenöl Diät. Es gibt sogar Überlieferungen nach denen in der altgriechischen Küche alle Speisen mit griechischem Olivenöl gereicht oder zubereitet wurden, ob Süßspeisen oder Deftiges.

Die Geschichte von Ölbaum und Amerika

Die ersten Ölbäume kamen erst mit der Entdeckung Amerikas durch Columbus 1492 nach Amerika. Von den Antillen kamen dann die Bäume aufs Amerikanische Festland und bahnten sich Ihren Weg bis ins heutige Mexiko, wo der Baum 1560 kultiviert wurde.

Das Olivenöl und die Kunstgeschichte

Die wohl bekanntesten Künstler welche dem Ölbaum und den Oliven in Ihren Gemälden ein bleibendes Monument verschafften waren Vincent Van Gogh und Pablo Picasso. Der Erste widmete dem Ölbaum sogar 15 Gemälde die er in den 6 Monaten von Juni bis Dezember 1889 mahlte.

Bibel, Koran, Griechische Mythologie und das Olivenöl

Die Bibel und der Olivenölzweig

Die Bibel nimmt in Summe der beiden Testamente über 130 mal Bezug auf das Olivenöl und nochmals über 100 mal Bezug auf den Olivenölbaum. Wir alle kennen wohl die Geschichte der Arche Noah's - Erinnern Sie sich noch an die Stelle wo Noah eine Taube aussendete um zu erkundschaften ob wieder Leben auf der Erde gedeiht? Diese Taube kam nach der Bibel mit einem Ölzweig zurück und das Leben auf der Erde war wieder vorhanden. Bis heute stellt diese Taube mit dem Olivenölzweig im Schnabel ein Symbol für Frieden da, so ziert Sie auch das Logo der Vereinten Nationen. 

Die Griechische Mythologie und der Olivenölzweig

Der Göttervater Zeus schrieb einen Wettstreit um die Vorherrschaft von Attika (In der Antike gilt Attika als Zentrum Griechenlands) aus. Im Wettstreit um die Vorherrschaft über Attika ließ Poseidon einen Pferd auf die Erde, das den menschen beim schleppen von Lasten, bei der Kriegsführung und bei überwinden großer Entfernungen half. Die Göttin Athene pflanzte dagegen einen Olivenbaum der den Menschen Lebensmittel und Öl zur Körperpflege, Konservierung, Kosmetik, Heilung, für heilige Zwecke und als Duft- oder Lampenöl diente. Athene gewann den Wettstreit und nach Ihre wurde das Zentrum Attikas benannt Athen.

Selbst der Vater aller Götter wurde auf dem Olymp mit einer Statue die einen Kranz aus Olivenzweiger trug gezeigt.

In der Griechisch-Römischen Mythologie ist die Sage von Minerva erhalten, welche mit einem Schwert den Boden berührte und daraufhin ein Olivenbaum an dieser Stelle wuchs. Minerva legte die Kriegswaffen ab und tauschte Sie gegen einen Olivenzweig des Friedens.

Der Koran und der Olivenölzweig

Im Koran wird Olivenöl und der olivenbaum unzählige male erwähnt. Im Allgemeinen kann man sagen, das der Olivenbaum als heiliger Baum verehrt wird, es heißt das olivenöl wie Licht sei, das den Geist und die spirituelle Wahrnehmung unmerklich erleuchtet. Prophet Mohammed soll sogar Olivenöl und Safranfäden bei Entzündungen empfohlen haben und er pflegte zu sagen, dass Olivenöl, sowie Oliven die Medizin der Armen sei.