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Klassifizierung des Olivenöls nach EU

Die Kategorisierung oder auch Klassifizierung genannt, wurde von der EU eingeführt um eine kontrollierbare Qualität für das Olivenöl am Markt zu etablieren und dem Kunden wieder Vertrauen in Etikett und Namen zu geben. Wer mehr darüber erfahren möchte warum diese Reform 1997 auf den Weg gebracht wurde kann sich hier: Der Olivenölsektor in der Europäischen Union bei der EU informieren.

So wurde durch die EU festhelegt, dass man die Klassifizierung anhand zweiter Punkte festmacht. Zum einen an Geschmack und Aroma "organoleptische Prüfung", zum anderen anhand einer chemischen Analyse. Bei der chemischen Analyse werden vor allem die freien Fettsäuren kontrolliert, diese sind ein objektives Qualitätsmerkmal des Olivenöls. Je niedriger die freien Fettsäuren, desto besser das Öl. Sehr gutes "natives Olivenöl extra" kann Werte unter 0,2% erreichen.

Neben den Richtwerten der chemischen Analse kann auch Geschmack, Aroma und Farbe zu einer Abwertung in niedrigere Güteklassen führen. Es ist hier anzumerken, dass natives Olivenöl das einzige Speiseöl ist, welches durch Gesetz absolut naturrein und ohne chemische Zusätze und Extraktionsverfahren gewonnen werden muss.

 Die sensorische Prüfung wird in einem genau vorgeschriebenen Vorgang durchgeführt. Lernen Sie mehr darrüber unter dem Kaptiel Ölverkostung / senorielle (sensorische) Prüfung.

Die Klassifizierung nach VO (EG) Nr. 1513/2001 im Anhang, VO (EG) Nr. 2815/98, VO (EG) Nr. 1019/2002 Artikel 3 und VO (EG) Nr. 796/2002 Anhang 1.

Native Olivenöle:

Natives Olivenöl Extra

Nach der neusten EU Richtlinie VO (EG) Nr. 1234/2007 darf ein "natives Olivenöl extra" nur 0,8 % freie Fettsäuren enthalten. Desweiteren muss Geschmack, Geruch (Aroma) und Farbe des Öls einwandtfrei sein. Geschmack ist hier sehr breit gefächert. Es dürfen weiter bei der Produktion keine Prozesse angewandt werden, die den Geschmack verfälschen könnten, außer explizit gennant: Waschen, Klären und Zentrifugieren. Weiterhin muss das Olivenöl nativ oder nativ extra und ohne übermäßige Temperatureinwirkung (< 27°C) schonend hergestellt werden und aus erster Pressung sein um die Bezeichnung "erste Kaltpressung" tragen zu dürfen.

Die Angabe „Kaltextraktion“ ist nur zulässig bei nativem Olivenöl und nativem Olivenöl extra, das durch Perkolation oder Zentrifugierung der Olivenmasse bei höchstens 27 °C gewonnen wurde.

Natives Olivenöl

Diese Kategorie, welche man auch "feines Olivenöl" nennen darf, muss ebenfalls in Geschmack, Geruch und Farbe nach sensorischer Analyse einwandtfrei sein, wobei leichte Fehler gestattet sind. Geschmack ist ebenfalls breit gefächert. Der Anteil an freien Fettsäuren darf hierbei den Grenzwert von 2 % nicht überschreiten. Weiterhin muss das Olivenöl Kaltgepresst und ohne übermäßige Temperatureinwirkung (<27°C) schonend hergestellt werden.  

Gewöhnliches Natives Olivenöl

Kaltgepresst und ohne übermäßige Temperatureinwirkung schonend hergestellt und einem freien Säuregehalt von unter 3,3%. Die sensoriesche Prüfung kann Fehler ergeben haben.

Lampantöl

Der Säuregehalt liegt bei über 3,3% und die sensorielle Prüfung ergab erhebliche Fehler. Nicht für den Verzehr geeignet!

Raffiniertes Olivenöl:

Rafiniertes Olivenöl

Durch Raffinieren von nativen Olivenölen (das einen Säuregehalt von mehr als 2 % und/oder erhebliche senorische Fehler aufgewiesen hat somit nicht mehr zum Verzehr geeignet war = Lampantöl) gewonnenes Öl mit einem Gehalt an freien Fettsäuren, berechnet als Ölsäure, von höchstens 0,3 g je 100 g (= 0,3%). Durch das Raffinieren wird versucht unerwünschte Schadstoffe aus dem Öl zu entfernen, was auch bedeutet, dass die typische Geschmacksstoffe und Vitamine ebenfalls eliminiert werden. Das raffinierte olivenöl ist somit sehr Geschmacks und Aromaneutral.

Olivenöl:

Olivenöl oder auch "reines Olivenöl"

Diese Bezeichnung tragen Öle welche aus einer Mischung von Raffiniertem Olivenöl und nativem Olivenöl hergestellt wurden. Der Säuregehalt der freien Fettsäuren darf dabei nicht größer als 1% betragen. Es ist kein Mischungsverhältnis vorgeschrieben, so das der Anteil an nativem Olivenöl stark variieren kann (1-99%). Normalerweise werden diese Öle maximal mit 2% nativem Olivenöl versetzt.

Tresteröle:

Rohes Oliventresteröl

Aus dem Trester (fester Rückstand aus Kernen, Schalen und Fruchtfleischresten), der nach der Pressung/Extraktion der Oliven übrig bleibt, wird mit Hilfe von Lösungsmitteln (Hexan) oder einer zweiten Extraktion der letzte Rest Öl gewonnen.

Raffiniertes Oliventresteröl

Bezeichnet das Rohe Oliventresteröl, welches nochmals einer Raffination unterzogen wird um den Säuregehalt zu drücken und es Verzehrbar zu machen. Raffiniertes Oliventresteröl darf maximal einen Säuregehalt von 0,3% haben und ist Geschmackslos.

Oliventresteröl

Das schema zieht sich durch, wie auch beim nativen Oliveböl ist das Tresteröl ohne attribut "roh" oder "raffiniert" eine Mischung aus raffiniertem und rohem Tresteröl. Es darf einen Säuregehalt von 0,1% nicht überschreiten.